Die Yang Stil Familientradition des Tai Chi Chuan 

beginnt mit Meister Yang Luchan. Er lebte von 1799 – 1872. Die Legende geht, das er jahrelang als Gärtner im Haus der Familie Chen beschäftigt war und heimlich ihr Training ausspionierte. Als der Schwindel aufflog, hat ihn der alte Meister trotz der Täuschung aufgrund seiner Fähigkeiten und seines alltäglich einwandfreien Verhaltens im Haushalt als Schüler angenommen. Aus Yang Luchan wurde ein großer Kampfkunst-Meister, der auch jahrelang am Kaiserhof in der Leibgarde diente.

In dieser Zeit befreundete er sich mit dem Meister des Ba Gua Zhang. Meister Dong Hai Chuan hatte das daoistische „Kreislaufen“ mit der Kampfkunst verknüpft und gilt als Gründer dieses Stils. Diese beiden Meister unterrichteten eine kleine Anzahl von Schülern in einer Trainingsform mit 103 Bewegungsbildern.

Meister Wu Junshan (ca. 1868-1945) hat von beiden Meistern die Form des Yang Stil-Bagua Taijiquan übermittelt bekommen. Er wurde später an die Akademie für Nationale Kampfkünste nach Nanjing eingeladen (1928-1936). Dort konnte er diese Form einigen wenigen Studenten und dem Vizepräsidenten der Akademie, dem Meister Zhang Xiang Wu weitergeben.

Meister Li Suiyin (1942 ff.) aus Xian, ist der jüngste noch lebende Meisterschüler von Zhang Xiang Wu. Er wurde mit 8 Jahren sein Schüler und lernte bei ihm das Yang Stil Bagua-Taijiquan und andere innere Stile. Meister Li Suiyin ist heute laut dem chinesischen Taijiquan Fach – Buch „Yang Shi Taijiquan San Pu Hui Zhen“ (Umfassendes Kompetendium zum Yang Stil-Taijiquan in 3 Bänden) von Lu Di Min (2008) der einzige noch lebende Vertreter dieser Yang Stil-Form und der Linie von Wu Junshan.

In Dresden hat er diese Form an seine beiden Hauptschüler Thomas Richter und Udo Werner unterrichtet. Sie vertreten seine Interessen gegenüber jedem Tai Chi Dachverband,  Bundesverband oder anderen Vereinen, Gesellschaften bzw. der Presse und den öffentlichen Medien.